Schon merkwürdig: Selbst der Main ändert seinen Charakter, wenn er an den
Weinbergen zwischen Spessart,
Rhön und Steigerwald vorbeiströmt. Leicht beschwipst schlingert er ab Schweinfurt in südlicher Richtung,
gerät bei Volkach gefährlich ins Torkeln, um ab Ochsenfurt einen nordwestlichen Kurs einzuschlagen,
vorbei - hicks - an Würzburg, der lebendigen Mainmetropole.
Das markante Dreieck, das er dabei
bildet - das ist das "Fränkische Weinland", ein liebenswertes Fleckchen Erde, das seinen ganz besonderen
Reiz hat. Und nicht nur für Weinkenner!
Begeisternd, der fränkische kunsthistorische Reichtum. Beeindruckend, das lebendige Kulturangebot. Verführerisch, die fränkische Küche. Mitreißend, die traditionellen Bräuche. Und in jeder Hinsicht anregend: die vielfältigen Freizeit- und Sportmöglichkeiten in unberührter Natur.
Allein der Name "Fränkisches Weinland" verrät ja schon, welche Bedeutung der Frankenwein hat. Seit
fast 12 Jahrhunderten ist der Weinhandel eine wichtige Lebens- und Existenzgrundlage. Eine stolze
Tradition, die Land und Leute geprägt hat:
Schmucke Weinstädtchen und stattliche Weingüter zeugen vom
Wohlstand, der auf dem begehrten Rebensaft gründet. Und auch heute noch gilt für fast 7000 Winzer:
Wein, Wein, nur du allein! Ihr tägliches Tun, ihr ganzer Jahresablauf wird - wie früher - vom Wachsen
und Gedeihen der empfindlichen Reben bestimmt, und - wie früher - sind dabei geschickte Hände das
wichtigste Arbeitsgerät.